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(FL) Mittelsachsen/Freiberg - in Mittelsachsen gibt es 127 bestätigte Fälle. Vier der neuen Erkrankten wohnen im Altkreis Freiberg, 13 im Altkreis Döbeln und eine neuerkrankte Person im Altkreis Mittweida. Das Gesundheitsamt ordnete für 391 Personen bisher Quarantäne an. Diese haben heute 45 Personen verlassen. Damit haben insgesamt 76 Personen die Quarantäne verlassen. Die Neuerkrankten sind zwischen einem und 92 Jahre alt.

Wichtige Arzttermine wahrnehmen

Das Gesundheitsamt erreichten heute viele Anrufe von Ärzten, weil Patienten wichtige Termine nicht wahrnehmen. Hintergrund sei die Regelung, das Menschen die Häuser derzeit nicht zu verlassen sollen. An dieser Stelle wird darauf hingewiesen, dass wegen medizinisch notwendigen Arztbesuchen das Haus verlassen werden darf. Amtsärztin Dr. Annelie Jordan: „Wichtige Arzttermine, Kontrolluntersuchungen oder Therapiesitzungen sollen natürlich wahrgenommen werden. Wenn Patienten unsicher sind, am besten vorher den Arzt noch einmal anrufen.“

2020 03 19 Mittelsachsen

Mittelsachsen-Malbücher wieder vorrätig

Für die Wirtschaftsregion Mittelsachsen gibt es zwei Malbücher. Das erste Heft erschien 2017 und erfreute sich so großer Beliebtheit, dass 2019 gleich die 2. Auflage folgte. Mit jeweils 24 Malvorlagen können drei- bis achtjährige Mittelsachsen ihre Heimat und die Unternehmenslandschaft spielerisch kennen lernen. Die Illustrationen sind von Grafikerin Bianka Behrami in drei Detailstufen ausgeführt. „So können sich die jungen Künstler aussuchen, ob sie lieber große Flächen auf dem Traktor oder winzige Details im großen Familienbild ausmalen möchten. So ein Malbuch habe ich mir als Kind gewünscht. Toll, dass ich es jetzt für meine Heimatregion umsetzen durfte“, sagt die Illustratorin, die selbst Mutter von drei Söhnen ist. Seit dem Kindertagesstätten und Grundschulen geschlossen sind, sind die Mittelsachsen-Malbücher sehr begehrt. Die Malvorlagen werden von der Infothek der Wirtschaftsförderung unter www.wirtschaft-in-mittelsachsen.de heruntergeladen und per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! kostenfrei bestellt. So waren die Bestände sehr schnell aufgebraucht. „Auf Grund der aktuellen Situation haben wir jedoch Nachschub bestellt, der nun pünktlich vor Ostern versendet werden kann“, sagt Hartmut Schneider, Referatsleiter Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung. „Wir hoffen so den kleinen Mittelsachsen und ihren Eltern die Zeit zu Hause etwas unterhaltsamer gestalten zu können.“ Auch Unternehmen können die Malbücher kostenfrei bestellen, um zum Beispiel die Doppelbelastung der Mitarbeiter im Homeoffice angenehmer zu gestalten.

Beratungsstellen arbeiten weiter – höhere Nachfrage

Die Beratungsstellen im Landkreis Mittelsachsen im Bereich Familien, der Gemeindepsychiatrie und Schulden haben in diesen Tagen erfahren in diesen Tagen eine erhöhte Nachfrage. „Trotz der aktuellen Regelungen im Zusammenhang mit Corona arbeiten diese unter Beachtung der erforderlichen Hygiene weiter“, so der zweite Beigeordnete Jörg Höllmüller und Leiter des  Geschäftskreises Ordnung, Soziales und Gesundheit. Die Stellen sind flächendeckend in Mittelsachsen vertreten und bieten ihre Leistungen vor allem telefonisch an. Höllmüller: „Diese Zeit stellt für ganz viele Menschen eine riesige Belastung dar und die professionellen Mitarbeiter können Wege und Lösungen aufzeigen.“ Die Beratungsstellen seien in diesen Tagen ein ganz wichtiges Element der Daseinvorsorge und er bedankt sich bei den Trägern und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Engagement. Er betont abschließend: „Das sind ganz vertrauliche Gespräche, die geführt werden und stehen allen kostenlos zur Verfügung.“

Familienberatungsstellen:

In Mittelsachsen gibt es drei Träger der Familienberatungssstellen. Sie bieten ihre Leistungen per Telefon oder E-Mail an. „Sie nutzen dabei das Telefon- oder wenn die Technik vorhanden ist- auch Videokonferenzen“, erklärt die Leiterin der Abteilung Jugend und Familie Heidi Richter.  Die Beratungsstellen berichten über zunehmende Konfliktsituationen , weil sich alle Familienangehörigen auf engem Raum ohne Rückzugsmöglichkeiten miteinander befinden und Tagesstrukturen für die Kinder wie Schule und Kita momentan nicht verfügbar sind. Eltern mit Schulkindern haben auch zusätzlich die Aufgabenerledigung für die Schule zu begleiten „Hierdurch ergeben sich Überforderungssituationen für die Eltern“, erklärt Richter. Beziehungskrisen zwischen Eltern könnten schlimmer werden durch die permanente Anwesenheit beider Partner. Aber auch Existenzängste und finanzielle Nöte seien zunehmend Beratungsthemen in der aktuellen Situation.

Die Beratungsstelle der Diakonie in Freiberg ist per Mail über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! sowie unter der Telefonnummer 03731 482-100 von Montag bis Donnerstag von 08:00 bis 12:00 und 13:00 bis 18:00 Uhr sowie am Freitag von 08:00 bis 14:00 Uhr erreichbar.

Die Beratungsstellen der Diakonie Rochlitz ist per Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und telefonisch wie folgt zu erreichen:

  • Mittweida: 03727-9967530,
  • Rochlitz: 03737-493131, 03737-493125
  • Burgstädt: 03724-15870
  • Frankenberg: Mittwoch und Freitag unter 037206-880443.

 Die Beratungsstelle der Volkssolidarität Döbeln ist per Mail über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! sowie unter der Telefonnummer 03431- 574764 erreichbar.

Richter betont, dass alle Leistungen in Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen weitergeführt werden. „Auszusetzen waren teilstationäre Leistungen zur Erziehung in Tagesgruppen sowie andere Gruppen wie Gruppenarbeit in der Erziehungsberatung“, so die Abteilungsleiterin. Hierzu zählen beispielsweise Trennungs- und Scheidungskindergruppen. Erzieherische Hilfen in Familien, wie die Sozialpädagogische Familienhilfe werden in unabweisbaren Einzelfällen weitergeführt mit dem unbedingt notwendigen Umfang. Im Vordergrund stünden auch hier Kontaktreduzierungen und damit die Vermeidung von Infektionsketten. Diese Fälle stimmt der Allgemeine Soziale Dienst mit den freien Trägern ab. „Die Palette an Leistungen reicht von notwendigen Telefonkontakten über Telefon- bzw. Videoberatung aber auch vor Ort-Besuchen, die vorzugsweise im Freien mit dem notwendigen Abstand stattfinden“, erklärt Richter abschließend.

Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen sowie Suchtberatungsstellen

In Mittelsachsen stehen ebenso mehrere Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen sowie Suchtberatungsstellen zur Verfügung. „Viele Bürger fühlen sich emotional belastet. Manche von ihnen kommen nicht zur Ruhe, schlafen schlecht oder fühlen sich einsam“, erklärt der Psychiatriekoordinator im Landratsamt Matthias Gröll. Auch für Menschen ohne psychologische Erkrankungen sei dies eine ungewöhnliche und mitunter schwierige Situation. Allgemein gibt er den Tipp, sich zu Hause den Tag anhand einer klaren Struktur zu organisieren. „Und wenn möglich, dann sollte man im Rahmen der Ausgangsregelungen rausgehen und sein Umfeld regelmäßig per Telefon oder mittels anderer Medien kontaktieren“, so Gröll.  Aber aus diesem Gefühl räumlicher Isolation könnten auch Krisen entstehen. Der Landkreis Mittelsachsen unterstütze und finanziere für solche Fälle ein Netzwerk von Beratungsstellen. Dort arbeiten ausgebildete Fachkräfte. „Die Gespräche unterliegen der Schweigepflicht“, unterstreicht Gröll. Dabei appelliert er, dass sich neben Betroffenen auch Verwandte, Bekannte und das Umfeld eines Menschen melden können, wenn sich dieser in einer Krisensituation befinden könnte. Derzeit rufen in der Regel Erwachsene im Alter bis 65 Jahren an, es gibt seltener Kontakte mit Menschen, die älter seien.  Verstärkte Beratungen und Gespräche suchten Menschen mit Depressionen sowie Erfahrungen mit Erkrankungen im schizophren Formenkreis und Menschen mit Persönlichkeitsstörungen. „Die Gespräche können einen entlastenden Charakter haben, denn wir versuchen zu beruhigen und Vertrauen zu gewinnen bzw. mit bekannten Klienten dieses aufrecht zu erhalten und zu stärken“, so Gröll. Außerdem geht es darum, bei den Kontakten eine Perspektive für die Zeit nach der Corona-Krise zu entwickeln.

Folgende Beratungsstellen können Interessierte anrufen:

Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen

  • Döbeln, Telefon  03431 678794,  Öffnungszeit: Mo – Fr 10:00 – 18:00 Uhr
  • Waldheim/Leisnig, Telefon 0172 3799872, Öffnungszeit: Mo – Fr 10:00 – 18:00 Uhr
  • Freiberg, Telefon 03731 482210, Öffnungszeit: Mo – Do 09:00 - 16:00 Uhr, Fr 08:00 – 14:00 Uhr
  • Mittweida, Telefon 03727 659003, Öffnungszeit: Mo – Fr 09:00 – 18:00 Uhr

Suchtberatungs- und -behandlungsstellen

  • Döbeln: Telefon 03431 71 26 24, Öffnungszeit: Mo – Fr 09:00 – 12:00 Uhr, 13:00 – 16:00 Uhr
  • Freiberg: Telefon 03731 482 220, Öffnungszeit: Mo – Do 08:00 – 18:00 Uhr, Fr 08:00 – 14:00 Uhr
  • Mittweida: Telefon 03727 930 579, Öffnungszeit: Mo, Mi, Fr 08:00 – 13:00 Uhr, Di und Do 13:00 – 18:00 Uhr

Der Sozialpsychiatrische Dienst (SpDi) des Gesundheitsamtes berät außerdem zu Behandlungs- und Hilfsmöglichkeiten. Über die Telefonnummer  03731 799-6961 kann eine Vermittlung zu diesem Dienst erfolgen. Weiter Ansprechpartner gibt es hier: www.landkreis-mittelsachsen.de/fileadmin/Redakteure/Behoerden/2_Geschaeftskreis/Gesundheitsamt/Flyer_Sozialpsychiatrischer_Dienst.pdf Gröll betont, dass trotz Corona bei akuten psychischen Krisensituationen das Hilfesystem in gewohnter Weise funktioniert.

 

Schuldnerberatungstellen

Die Schuldnerberatungsstellen im Landkreis Mittelsachsen verzeichnen derzeit noch keine Zunahme an Gesprächen. „Aber sie rechnen in den kommenden Wochen mit einer Steigerung, da sich dann das geminderte Einkommen, beispielsweise durch Kurzarbeitergeld, bemerkbar mache“, heißt es aus der Abteilung Soziales. Die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sind in Freiberg, Flöha, Mittweida, Döbeln und Rochlitz weiterhin erreichbar. Es laufe alles über das Telefon beziehungsweise bei den Unterlagen via Post und E-Mail.

Behindertenberatungsstellen:

Die Behindertenberatungsstellen in Rochlitz, Freiberg und Flöha sind ebenso weiterhin erreichbar. Sie haben ihren Besucherverkehr, wie andere Institutionen eingestellt. Direkte Kontakte gibt es nur bei dringenden Notfällen und dann unter der Beachtung der notwendigen Sicherheitsmaßnahmen.

Frauenschutzhaus:

Der Landkreis Mittelsachsen verfügt über eine Frauenschutzeinrichtung. Die Mitarbeiterinnen der Einrichtung sind auch in Corona-Zeiten unter der bekannte Nummer 03731 22561 erreichbar und sichern die Begleitung von gewaltbetroffenen Frauen ab. Zum momentanen Zeitpunkt erhalten zwei  Frauen mit ihren Kindern Hilfe und Unterstützung. Dabei wurden auch im täglichen Umgang Maßnahmen getroffen, um das Risiko einer Infektion zu verringern. Hierzu gehören beispielsweise Abstandsregelungen und die Händehygiene. Die Gleichstellungsbeauftragte im Landkreis Annett Schrenk ist dankbar für das Engagement der Einrichtung: „Es gibt aus ganz Deutschland Meldungen von häuslicher Gewalt aufgrund der Ausgangsbeschränkungen. Ich bin sehr froh, dass es im Landkreis ein solches Haus gibt und sich Frauen im Notfall schnell und direkt hinwenden können.“

Gefälschte E-Mail an Arbeitgeber zum Kurzarbeitergeld im Umlauf

Aktuell erhalten Arbeitgeber und Unternehmen bundesweit unseriöse E-Mails, die unter der E-Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! versandt werden. In der E-Mail wird der Arbeitgeber unter anderem aufgefordert, konkrete Angaben zur Person, zum Unternehmen und zu den Beschäftigten zu machen, um Kurzarbeitergeld zu erhalten.

Im Absender ist keine Telefonnummer für Rückfragen angegeben.

  • Arbeitgeber sollen auf keinen Fall auf die E-Mail antworten, sondern diese umgehend löschen.
  • Die Bundesagentur ist nicht Absender dieser E-Mail.
  • Die BA fordert Arbeitgeber auch nicht per E-Mail auf, Kurzarbeitergeld zu beantragen.

Informationen zur Beantragung von Kurzarbeitergeld erhalten Betriebe telefonisch unter der zentralen gebührenfreien Hotline für Arbeitgeber 0800 4 5555 20. Kurzarbeitergeld kann nur über eine Anzeige zum Arbeitsausfall durch den Arbeitgeber erfolgen. Arbeitgeber können Kurzarbeitergeld telefonisch oder online anzeigen. Der Vordruck zur Anzeige und alle Informationen zum Kurzarbeitergeld sind auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit https://www.arbeitsagentur.de/m/corona-kurzarbeit/ veröffentlicht. Weitere aktuelle Informationen sind hier zu finden: www.arbeitsagentur.de/sachsen

TU Bergakademie Freiberg beginnt Sommersemester mit Online-Vorlesungen

Aufgrund der Corona-Krise befindet sich die Universität derzeit im präventiven Standby-Betrieb. Für die über 4.000 Studierenden bedeutet dies, dass alle Vorlesungen und Kurse ab dem 6. April ausschließlich online stattfinden. Eine Präsenz in den Hörsälen ist mindestens bis zum 4. Mai nicht möglich und erforderlich. Mit den Maßnahmen möchte die TU Freiberg ihren Studierenden trotz der Beeinträchtigungen ein erfolgreiches – wenn auch besonderes – Sommersemester ermöglichen.

Die digitalen Lehrangebote stehen den Studierenden auf der Online-Plattform der sächsischen Universitäten, dem Bildungsportal Sachsen, in einem passwortgeschützten Bereich zur Verfügung. Neben Video- oder Audio-Aufzeichnungen der über 200 Dozent/innen finden die Studierenden dort auch zusätzliches Lehrmaterial, wie Übungen oder weiterführende Unterlagen zum Selbststudium. Außerdem setzt Urs Peuker, der als Prorektor zusammen mit den Fakultäten die digitalen Lehrangebote an der Universität weiterentwickelt, auf sogenannte digitale Klassenzimmer in Form einer Videokonferenz. Dort können die Studierenden ohne Zeitverzögerung mit den Lehrenden und Mitlernenden in Interaktion treten, Fragen stellen und sofort Antworten erhalten.

Um auch die Lehrenden bestmöglich auf die neuen Online-Formate vorzubereiten, bietet die Koordinationsstelle E-Learning der Hochschule umfangreiche Schulungen und Weiterbildungsangebote an. Sobald die von Bund und Ländern ergriffenen Maßnahmen zur Prävention der Verbreitung des Coronavirus gelockert werden, gehen die Online-Vorlesungen der TU Bergakademie Freiberg in Präsenz-Lehrveranstaltungen über. Der Wechsel wird nach aktuellem Stand jedoch nicht vor dem 4. Mai erfolgen.

Weitere Infos unter www.tu-freiberg.de

(FL) Mittelsachsen/Freiberg -

Im Landkreis gibt es den ersten Todesfall. Es handelt sich dabei um einen 72-jährigen Mann mit Vorerkrankung. Laut Gesundheitsamt ist das Virus bei 102 Personen nachgewiesen worden. Drei der neu erkrankten Personen leben im Altkreis Döbeln, zwei im Altkreis Freiberg und eine Person im Altkreis Mittweida. Insgesamt hat das Gesundheitsamt in 353 Fällen eine Quarantäne angeordnet. Zwei Personen befinden sich nicht mehr in Quarantäne

 

Sachsen verlängert Ausgangsbeschränkungen

Sachsen verlängert die bestehenden Ausgangsbeschränkungen bis zum 20. April. Eine entsprechende Rechtsverordnung tritt dazu morgen in Kraft. „Anhand der steigenden Erkrankungszahlen sei dies zu erwarten gewesen“, erklärt Landrat Matthias Damm, der diesen Schritt nachvollziehen kann. Das Ziel sei weiterhin die Ausbreitung der Erkrankung zu verlangsamen. Damm: „Es ist weiterhin ein Einschnitt für die Bevölkerung im täglichen Leben und verlangt viel Disziplin. Ich danke sehr, dass sich der deutlich überwiegende Teil der Mittelsachsen an diese Bestimmungen bisher gehalten habe.“ Wie nachhaltig sich diese Krise auswirke auf den Landkreis könne man erst im Nachgang sehen. Aber die Sorgen der Menschen, der Unternehmen und deren Beschäftigte sowie zahlreichen Vereine und Institutionen sei groß. Diese sind sehr unterschiedlich. „Wir spüren das immer an unserer Hotline. Es gibt Ängste vor der Erkrankung und auch Existenzsorgen, aber auch viele Fragen zu einzelnen Regelungen.“ Daher sind zahlreiche Fachbereiche im Landratsamt an dieser Hotline beteiligt, um gezielte und möglichst genaueste Angaben zu machen. Zahlreiche Fragen erreichen das Landratsamt auch über die E-Mail-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Wichtig sei das Signal, dass es Hilfsprogramme des Bundes- und der Landespolitik gibt, die sukzessive greifen und wo auch nachgesteuert werden soll. Dennoch sieht Damm diese kommenden drei Wochen als eine große Herausforderung für die Menschen im Kreis: „Das Osterfest im Kreise der Familie und Freunde als ein Höhepunkt des Jahres kann nicht so gefeiert werden, weiterhin haben Gaststätten und Restaurants sowie Kultureinrichtungen geschlossen. Wir alle sind ungewohnt eingeschränkt, aber wir müssen hier den gesamtgesellschaftlichen Blick haben zum Schutz der Gesundheit und ich hoffe die Einwohnerinnen und Einwohner wirken weiterhin an dieser Aufgabe mit, so wie bisher.“

 

Sozialministerin Petra Köpping erklärte zur neuen Rechtsverordnung in einer Presseinformation: „Das Verlassen der häuslichen Unterkunft bleibt ohne triftigen Grund untersagt. Zu den triftigen Gründen zählen weiterhin der Arbeitsweg sowie der Weg zur Kindernotbetreuung.“ Wege zum Einkaufen blieben weiterhin erlaubt, zudem Abhol- und Lieferdienste, auch im Rahmen von ehrenamtlicher Tätigkeit. Weiter dürften Bürgerinnen und Bürger das Haus für Arztbesuche und medizinische Behandlungen verlassen. Angepasst wurde laut Köpping die Regelung zu Sport und Bewegung an der frischen Luft. Auch hier gelte, dass die Bewegung draußen vorrangig im Umfeld der häuslichen Umgebung allein, in Begleitung des Lebenspartners oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts erfolgen sollte. »Im Ausnahmefall ist das aber auch mit einer weiteren, nicht im Hausstand lebenden Person, erlaubt. Diese Ausnahme stellt aber keine Regel da. Gemeint sind vor allem die Begleitung von alleinstehenden Seniorinnen und Senioren, die sonst nicht mehr das Haus verlassen«, erklärt die Sozialministerin.

Erlaubt ist künftig auch der Besuch mobiler Verkaufsstände unter freiem Himmel oder in Markthallen für Lebensmittel, selbsterzeugte Gartenbau- und Baumschulerzeugnisse sowie Tierbedarf, sofern durch geeignete Abstände zwischen den Verkaufsständen ein Mindestabstand der Besucher an den Ständen von 2 Metern gewährleistet ist. Weiterhin ist es möglich zur unabdingbaren Versorgung von Haustieren die Wohnung zu verlassen.

Auch die Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen, sowie die Begleitung Sterbender sowie Beerdigungen im engsten Familienkreis, wobei die Anzahl 15 Personen nicht überschreiten darf.

Bis auf wenige Ausnahmen wird dagegen der Besuch in Alten- und Pflegeheimen, Einrichtungen und ambulant betreuten Wohngemeinschaften und Wohngruppen mit Menschen mit Behinderungen, in Krankenhäusern sowie Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen gänzlich untersagt.

Ausgenommen vom Verbot sind Besuche von engsten Angehörigen auf Geburts-, Kinder- und Palliativstationen sowie Hospize und Besuche zur Sterbebegleitung naher Angehöriger.

Ebenfalls ausgenommen vom Verbot sind notwendige Besuche von Mitarbeitern des Jugendamtes einschließlich des ASD (Allgemeiner Sozialdienst), des Amtsvormundes und Besuche durch Personensorgeberechtigte bzw. von diesen Bevollmächtigen bei Vorliegen eines dringenden medizinischen Notfalls. Diese Personen haben ihren Besuch im Vorfeld im Einvernehmen mit der Einrichtungsleitung abzustimmen.

„Wer bei Kontrollen durch die Ordnungsbehörden auf der Straße angetroffen wird, muss die Gründe benennen, warum er sich außer Haus aufhält“, heißt es in der Mitteilung der Staatsregierung. Dies könne durch Vorlage einer Arbeitgeberbescheinigung, eines Betriebs- oder Dienstausweises oder durch mitgeführte Personaldokumente erfolgen. »Die Polizei und die Ordnungsbehörden kontrollieren mit Augenmaß aber konsequent«, sagte Innenminister Prof. Roland Wöller heute in Dresden.

Im Rahmen der neuen Rechtsverordnung hat sich die Sächsische Staatsregierung deshalb heute auf die Erstellung eines Bußgeldkataloges zu Eindämmung des Corona-Virus in Sachsen geeinigt.

Folgende drei wesentliche, häufige Verstöße und die dazugehörigen Regelsätze bzw. Bußgelder wurden festgelegt.

1.    § 2 Abs. 1 VO:
Verlassen der häuslichen Unterkunft ohne triftigen Grund.
Bußgeld: 150 Euro

2.    § 3 Nr. 1 - 3 VO:
Verstoß gegen Besuchsverbot
Bußgeld (für Besuchenden): 500 Euro

3.    § 3 Nr. 3 VO
Überschreitung der in der Rechtsverordnung vorgegebenen angegebenen Personenzahl Bußgeld (für verantwortliche Einrichtungsleitung): 500 bis 1.000 Euro - je nach Einrichtungsgröße
„Auch bei den Bußgeldern gilt der Grundsatz: Augenmaß und Verhältnismäßigkeit. So kann beispielsweise auch ein Verwarngeld zwischen fünf und 55 Euro ausgesprochen werden“, heißt es in der Mitteilung. 

Weitergehende Informationen zur Lage in Sachsen gibt es hier: https://www.coronavirus.sachsen.de/

2020 03 19 Mittelsachsen

Einschränkungen im Zugverkehr

Im Zugverkehr in Mittelsachsen gibt es ab Mittwoch Einschränkungen. Diese betrifft den Regionalexpress 3 (RE 3) zwischen Dresden und Hof. Es entfallen, bis auf einen Zug morgens (4:52 ab Dresden) und einen in der nachmittäglichen Hauptverkehrszeit (14:27 ab Hof), die Fahrten des RE 3 im Abschnitt Dresden – Zwickau. Als Alternative können die Fahrgäste stündlich die Regionalbahn (RB) 30 nutzen, die ab Zwickau Richtung Hof als RE 3 weiter verkehrt. Diese Änderungen gelten ab morgen bis mindestens zum 19. April. Zudem enden die Züge der S 3, die regulär bis Freiberg fahren, bereits in Tharandt. Die Züge der RB 45 (Chemnitz – Elsterwerda) fahren weiterhin planmäßig. Der Stundentakt zwischen Leipzig und Döbeln der Regionalbahn 110 bleibt erhalten. Fahrkarten können aus Sicherheitsgründen nicht mehr direkt bei dem Personal im Zug erworben werden. Die Fahrscheine sind im Vorverkauf an den Fahrkartenautomaten oder Kundencentern sowie online erhältlich. Die MRB-Kundencenter in Chemnitz und Zwickau sind aktuell zu leicht geänderten sowie die Partneragentur in Mittweida zu den gewohnten Zeiten geöffnet. In den MRB-Kundencentern können auch telefonisch Fahrkarten bestellt und auf dem Postwege zugesandt werden. Alle weiteren MRB-Kundencenter und Partneragenturen sind bis auf Weiteres geschlossen. Generell gilt weiterhin, dass der Zustieg in die Züge der Mitteldeutschen Regiobahn nur mit gültiger Fahrkarte erlaubt ist. Den detaillierten Fahrplan sowie weitergehende Informationen erhalten Fahrgäste auf der Webseite (www.mitteldeutsche-regiobahn.de) und der 24h-Service Nummer: 0341 / 231 898 288 (Ortstarif).

Neue Gebühren im Rettungsdienst ab morgen

Zum 1. April tritt die 1. Änderungssatzung über die Erhebung von Gebühren für die Durchführung der Notfallrettung und des Krankentransportes im Landkreis Mittelsachsen in Kraft. Sie wurde im elektronischen Amtsblatt heute veröffentlicht und ist eine Eilentscheidung des Landrates, die aufgrund des ausgefallenen Kreistages erforderlich wurde. Für den Einsatz eines Krankentransportwagens (KTW) beträgt die Gebühr künftig 240,30 Euro statt bisher 145,90 Euro, für einen Rettungswagen (RTW) 710,20 Euro statt 424,10 Euro sowie für ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) 369 Euro statt bisher 217,70 Euro. „Zu zahlen haben diese Gebühren Personen, die nicht in den gesetzlichen Krankenversicherungen versichert sind“, erklärt Steffen Kräher, Leiter der Abteilung Ordnung, Sicherheit und Veterinärwesen im Landratsamt Mittelsachsen. Der Kalkulation liegen unter anderem die gestiegenen Personalkosten der Leistungserbringer sowie die Einsatzzahlen aus dem Jahr 2018 zu Grunde. Demzufolge gab es 29.733 KTW-, 30.551 RTW- sowie 13.000 NEF-Einsätze.

Kein Sommertheater in Kriebstein:

In diesem Jahr wird das mittelsächsische Theater die Seebühne Kriebstein nicht mit einem großen Sommertheater bespielen. „In diesen Tagen müssten die intensiven Proben anlaufen mit unmittelbarem Kontakt der Künstler und das ist bei der derzeitigen Situation nicht vertretbar“, erklärt Landrat Matthias Damm, der Vorsitzender des Aufsichtsrates des Theaters ist. Es sei sehr bedauerlich und ein Verlust im Veranstaltungskalender in Mittelsachsen. Geplant war die „Csárdásfürstin“. Nicht ausgeschlossen sei kurzfristige kleinere Veranstaltungen zu initiieren. Die „Csárdásfürstin“ soll nun im Sommer 2021 ihre Premiere feiern. Die bereits gekauften Karten für die „Csárdásfürstin“ 2020 behalten ihre Gültigkeit für die auf den Sommer 2021 verschobene Produktion. Sobald die Veranstaltungen für den Sommer 2021 feststehen, werden diese Karteninhaber von den Theaterkassen über ihren neuen Termin telefonisch informiert. In einem Brief an das Publikum auf der Internetseite informiert das Haus über seine derzeitige Tätigkeit. „Wir befinden uns in Entscheidungsprozessen auch darüber, welche der jetzt nicht realisierten Angebote unseres  Spielplans in die nächste Spielzeit verlegt werden können, aber auch, welche leider entfallen müssen“, heißt es in dem Brief. Derzeit sieht es aber so aus, dass mit den Inszenierungen von „Don Pasquale“, „Zwei Lügen, eine Wahrheit“ und „Sommernachtstraum“ den Premieren-Auftakt der neuen Spielzeit zu gestalten.

Hinweis des Referates Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung: 

Die Sächsische Aufbaubank stellt den Antrag auf Soforthilfe für kleine Unternehmen und Soloselbstständige jetzt auch im PDF-Format zur Verfügung. Damit ist neben der Beantragung im SAB-Förderportal auch der Postversand möglich. Alle Infos dazu gibt es unter www.wirtschaft-in-mittelsachsen.de.

 

(FL) Mittelsachsen/Freiberg -

In Mittelsachsen sind sieben weitere Personen positiv getestet worden – zwei wohnen im Raum Döbeln, vier im Raum Mittweida und eine Person im Raum Freiberg. Sie sind zwischen 52 und 79 Jahre alt. Damit gibt es 68 Fälle in Mittelsachsen. 238 Personen befinden sich in Quarantäne.

Mehr Kinder in der Notbetreuung

Nach dem die Möglichkeiten der Notbetreuung mit einer Allgemeinverfügung erweitert wurden, werden in den Kitas in Mittelsachsen rund 100 Kinder mehr betreut. Das geht aus den Rückläufen der Kindertagesstätten an den Landkreis hervor. Demnach besuchten 592 Kinder eine Kindertagesstätte und Tagesmutter. In der vergangenen Woche waren es 498. Für Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Berufen beschäftigt sind, wird eine Notbetreuung angeboten. Die Bestimmungen dazu wurden zum 24. März erweitert. Die wesentlichen Änderungen waren unter anderem, dass zu den systemrelevanten Branchen nun auch beispielsweise Banken, die Landwirtschaft, Krankenkasse, Rentenversicherung und Sanitätshäuser gehören. Außerdem liegt seit Dienstag ein Anspruch auf die Notfallbetreuung bei Gesundheits- und Pflegeberufen sowie der Polizei vor, wenn nur ein Elternteil (Sorgeberechtigter) in einem der genannten systemrelevanten Berufen tätig ist. Vorher mussten beide Elternteile einen solchen Nachweis erbringen.

Weitere Corona-Ambulanz in Mittelsachsen

Das Medizinische Versorgungszentrum der Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH hat gestern auf dem Krankenhausgelände in Mittweida eine Corona-Testambulanz eröffnet.

Hier werden wochentags von 09:00 bis 11:00 Uhr Patienten auf das Corona-Virus getestet. Die Patienten werden gebeten, sich wie bisher auch bei Verdacht zunächst beim Gesundheitsamt in Mittweida telefonisch unter 03731 799-6249 zu melden. Dieses nimmt die Daten auf, stellt fest, ob die Notwendigkeit für einen Test besteht und vergibt die Termine. Nur bei Auftreten akuter Symptome wie Husten, Halsschmerzen und Fieber finden Testungen statt. Die Corona-Ambulanz finden die Patienten in der Cafeteria direkt am Eingang zum Krankenhausgelände. Es wird darum gebeten, den öffentlichen Parkplatz an der Hainichener Straße gegenüber der Zufahrt zur Robert-Koch-Straße zu nutzen und den Ausschilderungen zu folgen.

Eine weitere Ambulanz gibt es in Freiberg: https://www.kkh-freiberg.com/gut-zu-wissen/corona-news/

2020 03 19 Mittelsachsen

Agentur für Arbeit Freiberg verlängert Anrufzeiten

Das Anrufaufkommen und damit der Beratungsbedarf zu Leistungen der Arbeitsagentur sind in den letzten Tagen massiv gestiegen. Um diese erhöhten Bedürfnisse nach Informationen abdecken zu können, wird die telefonische Erreichbarkeit ab 30. März 2020 verlängert.

Die lokale Rufnummer 03731 489100 ist Montag bis Freitag von 8:00 bis 18:00 Uhr erreichbar. Auch die bundesweit einheitliche Hotline für alle Anliegen ist in der Zeit von 8:00 bis 18:00 Uhr unter

0800 4 5555 00 für Arbeitnehmer und

0800 4 5555 20 für Arbeitgeber erreichbar.

Weitere Hinweise auch unter www.arbeitsagentur.de.

Unternehmen wenden sich an Hotline - Nestbau-Dankeschön-Aktion kommt gut an

An der Corona-Hotline meldeten sich in dieser Woche Unternehmen und Fachkräfte, um nach dem Umgang mit der Allgemeinverfügung zu den Ausgangsbeschränkungen und den verstärkten Hygiene-Maßnahmen zu fragen. Dienstleister und Handwerker fragten nach, ob Kundentermine stattfinden dürfen. Grundsätzlich handelt es sich dabei um die Ausübung der beruflichen Tätigkeit. Soziale Kontakte sollten dennoch soweit wie möglich reduziert werden, demnach sind Kundentermine auch auf dringende Fälle zu beschränken. Notreparaturen dürfen selbstverständlich ausgeführt werden. Gibt es im Unternehmen einen angeschlossenen Laden, ist diese Tätigkeit mit Publikumsverkehr verbunden und somit nicht gestattet. Weitere Fragen drehten sich darum, wenn wegen der Kinderbetreuung dem Gewerbe nicht mehr oder nicht in ausreichender Form nachgegangen werden kann. Im Corona-Fragen-Antworten-Katalog unter www.wirtschaft-in-mittelsachsen.de finden sich noch weitere Aspekte, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer aktuell interessieren.

Nach dem Aufruf zu Dankeschön-Aktion verzeichnet die Nestbau-Zentrale ein positives Feedback. „In einer Woche wurden über 400 Bastelbögen verschickt. Eine Freiberger Kita bastelt zum Beispiel mit den 15 Kindern in der Notbetreuung Osternester für die Eltern, die in verschiedenen Versorgungseinrichtungen ihren Dienst tun. Das Nestbau-Team hat auch Bastelvorlagen bis nach Dresden und Chemnitz geschickt“, sagt Mittelsachsens erster Beigeordneter Dr. Lothar Beier. „Die Dankeschön-Aktion betreut das Nestbau-Team neben der eigentlichen Servicearbeit für Rückkehrer und Unternehmen. Auch in der aktuellen Lage kommen Anfragen zum Beispiel aus Bayern oder den USA, die betreut werden“, beschreibt Beier das Aufgabenspektrum der Servicestelle. Im April gibt es auch in diesem Jahr die Osterkampagne mit Radiospot und Ostergewinnspiel. Letzteres ist u.a. im Facebook-Kanal der Wirtschaftsförderung unter https://www.facebook.com/wirtschaft.in.mittelsachsen zu finden.

Industrie- und Handelskammern verschieben Prüfungen

Die Industrie- und Handelskammern verschieben die für April und Mai geplanten schriftlichen Azubi-Abschlussprüfungen in den Sommer 2020. Hiervon sind im Kammerbezirk der IHK Chemnitz über 3.000 Auszubildende betroffen. Bis einschließlich Mai finden auch keine Weiterbildungsprüfungen für rund 600 Teilnehmer an der IHK Chemnitz statt. Diese werden zwischen Juni und August nachgeholt. Die schriftlichen IHK-Ausbildungsprüfungen sind nach jetzigem Stand in der Zeit vom 16. bis zum 19. Juni 2020 angesetzt. Die industriell-technischen Prüfungen sollen demnach am 16. und 17. Juni 2020 und die kaufmännischen am 18. und 19. Juni 2020 stattfinden. Prüfungsteilnehmer, die im Frühjahr 2020 für die Abschlussprüfung Teil 1 angemeldet waren, können ihre Prüfung im Herbst 2020 nachholen. 

Auch alle IHK-Unterrichtungen sowie die IHK Sach- und Fachkundeprüfungen (Verkehrsprüfungen sowie Unterrichtungen und Prüfungen aus dem Bereich des Gewerberechts) bleiben ebenfalls mindestens bis zum 24. April 2020 ausgesetzt. Von der Aussetzung der Sach- und Fachkundeprüfungen sind im Kammerbezirk ca. 300 Teilnehmer betroffen. Um Engpässe im Güterverkehr zu vermeiden, ist die Gültigkeit der Schulungsnachweise für Berufskraftfahrer und im Gefahrgutbereich verlängert worden. So bleiben alle Bescheinigungen über die Fahrzeugführerschulung, deren Geltungsdauer zwischen dem 1. März 2020 und dem 1. November 2020 endet, bis zum 30. November 2020 gültig. Auch die Schulungsbescheinigungen für Gefahrgutbeauftragte, deren Geltungsdauer zwischen dem 1. März 2020 und dem 1. November 2020 endet, bleiben bis zum 30. November 2020 gültig. Informationen dazu sind unter www.chemnitz.ihk24.de/pruefungen-aktuell zu finden.

Hinweis: Die Hotline des Landratsamtes ist am Samstag und Sonntag jeweils von 9 bis 13 Uhr unter der Telefonnummer 03731 799-6249 besetzt.

 

(FL) Mittelsachsen/Freiberg - In Mittelsachsen gibt es 85 bestätigte Fälle. Die neuen Fälle verteilen sich wie folgt: Zehn im Raum Freiberg, vier im Raum Mittweida und drei im Raum Döbeln. Die Personen sind zwischen 12 und 79 Jahre alt.

BIWAPP-Meldung erreicht 22.000 Nutzer

Rund 22.000 Handy-Nutzer erhalten die täglichen Lagemeldungen des Landkreises zu Corona über die App Biwapp. Diese kann direkt auf das Smartphone geladen werden und ist für die Bevölkerung kostenlos. „Im Anschluss an die Installation einfach den Standort eingeben, mit ein paar Klicks einen sogenannten „Wächter" setzen und schon wird der Nutzer im Ernstfall per Meldung, wie bei WhatsApp informiert“, erklärt der Leiter der Pressestelle im Landratsamt André Kaiser. Ein Fehler beim Laden von Meldungen kann bei einzelnen Konstellationen von Endgerät (iOS oder Android), Betriebssystem und App-Version liegen. Der Anbieter der App, die Marktplatz GmbH empfiehlt, zu prüfen ob man die aktuellste Version auf dem Handy hat oder Biwapp ein Update benötigt. „Bitte beachten Sie, dass eine längere Ladezeit nicht bedeutet, dass die App nicht funktioniert. In intensiven Zeiten -und da wir keinen Einfluss darauf haben, wann Nachrichten versendet werden- kommt es häufig zu hohen Auslastungsspitzen. Das neuste Update verbessert explizit die Ladezeit“, heißt es auf der Internetseite von Biwapp.

Jobcenter schaltet zweite Nummer

Persönliche Vorsprachen sind aktuell im Jobcenter Mittelsachsen nicht möglich. Für alle Anliegen ist die Service-Rufnummer 03727 9966 900 geschaltet. Ab Montag gibt es noch eine weitere Telefonnummer - sie lautet 03727 9966 225.

Die Mitarbeiter sind von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr erreichbar. „Auch Arbeitslosmeldungen sind telefonisch bzw. auf dem Postweg möglich“, heißt es in der Mitteilung des Jobcenters.

2020 03 19 Mittelsachsen

Sachsen hilft tschechischen und polnischen Pendlern aus Gesundheits- und Pflegebereich

Die Landesdirektion Sachsen (LDS) startete mit der vom Freistaat Sachsen finanzierten Förderung von Berufspendlern aus Tschechien und Polen aus dem Gesundheitssektor, die wegen der aktuellen Grenzregularien nicht täglich nach zu Hause zurückkehren können. Ab sofort ist das Antragsformular auf der Internetseite der LDS verfügbar. Die ausgefüllten und unterschriebenen Anträge können bei der Landesdirektion eingereicht werden. Der Freistaat Sachsen hatte mit Kabinettsbeschluss vom Mittwoch die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Arbeitgebern eine finanzielle Unterstützung für die Unterbringung von Grenzpendlern aus Tschechien und Polen gewährt werden kann, die in den Bereichen Medizin und Pflege tätig sind. Die Förderung umfasst auch die nahen Angehörigen der betreffenden Personen. Voraussetzung für eine Förderung ist, dass die Beschäftigten infolge der neuen Einreisebeschränkungen der Nachbarländer nicht mehr täglich nach Sachsen einpendeln können. Die Regelungen gelten für eine Laufzeit von zunächst drei Monaten ab dem 26. März 2020. Eine rückwirkende Bewilligung von diesem Stichtag an ist möglich.

Zuwendungsempfänger sind die Arbeitgeber der tschechischen und polnischen Beschäftigten aus dem Bereich der medizinischen und pflegerischen Versorgung sowie den damit im Zusammenhang stehenden Unterstützungsleistungen. Die Zuwendung wird auf Antrag gewährt.

Je Arbeitskraft, die Unterkunft in Sachsen nimmt, wird eine Pauschale von 40 Euro pro Nacht gezahlt, wenn die Zuwendungsvoraussetzungen erfüllt sind. Für die mitreisenden Angehörigen beträgt die Pauschale 20 Euro pro Nacht.

https://www.lds.sachsen.de/foerderung/?ID=16310&art_param=337

(FL) Mittelsachsen/Freiberg - Im Landkreis gibt es nun 61 Fälle. Bei den neuen Fällen handelt es sich um Personen im Alter von 34 bis 85 Jahren. Vier Personen wohnen im Raum Döbeln, vier im Raum Mittweida und zwei im Raum Freiberg. 204 Personen befinden sich in Quarantäne

Leistungen werden gezahlt

Viele Fragen erreichen das Landratsamt zum Monatsende, ob die gewährten Leistungen gezahlt werden. „Das Landratsamt hat zwar grundsätzlich für den Besucherverkehr geschlossen, arbeitet aber weiter. Die Leistungen werden, wie gewohnt, überwiesen“, erklärt Landrat Matthias Damm. Als Beispiel nennt er die Grundsicherung oder das Elterngeld. Er betont, dass die Fachbereiche weiterhin telefonisch und per E-Mail für Fragen zur Verfügung stehen. Fragen rund um Corona werden an der

Hotline 03731 799-6249 morgen wieder von 9 bis 16 Uhr beantwortet, Fragen per E-Mail können an das neue zentrale Postfach Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! versendet werden. „Wir rufen das Postfach ständig ab, auch am Wochenende und bemühen uns um eine zügige Beantwortung“, so der zweite Beigeordnete Jörg Höllmüller.

 

Nächstes Webinar zur Kurzarbeit

Nach dem ersten erfolgreichen Webinar zur Kurzarbeit mit fast 600 Teilnehmern, geht es nun in die nächste Runde. Morgen, 27. März 2020 um 9:30 Uhr informieren CWE und Arbeitsagentur zum neuesten Stand.

Das Live-Webinar am 27. März umfasst die umfangreichen Regelungen zum erweiterten Kurzarbeitergeld mit tagesaktuellen Updates. Häufige Fragen aus den Beratungen werden aufgegriffen. Außerdem stehen die Entgeltbestandteile im Detail und die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf dem Plan.

Auf einen Blick:

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Sommersemester soll stattfinden

Die Landesrektorenkonferenz Sachsen teilt mit, dass die sächsischen Hochschulen aktuell daran festhalten, das kommende Sommersemester im Interesse der Studierenden nicht zu einem „Nicht-Semester“ erklären zu wollen. Die sächsischen Hochschulen haben – wie auch andere Hochschulen bundesweit – aktiv Maßnahmen zur Verzögerung einer weiteren Ausbreitung des Corona-Virus (SARS-CoV-2) ergriffen, um so die Zahl der gleichzeitig Erkrankten so gering wie möglich zu halten. Hierzu wurde unter anderem der Beginn von Präsenzveranstaltungen auf frühestens 4. Mai 2020 verschoben. Die Präsenzveranstaltungen bis 04.05.2020 fallen jedoch nicht aus. „Die sächsischen Hochschulen richten alle ihre Kräfte auf die bestmögliche Sicherstellung der Lehr- und Prüfungsangebote, damit die Studierenden ein erfolgreiches Sommersemester 2020 trotz Beeinträchtigungen in verantwortbarer Weise durchführen können“, heißt es in einer Mitteilung. Die sächsischen Hochschulen setzten dabei auf schon vorhandene und bewährte Formate, werden aber auch neue Formate entwickeln. „Die Entwicklung von digitalisierten Lehr- und Lernformen läuft auf Hochtouren.“ stellt der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz Sachsen, Prof. Dr. iur. Klaus-Dieter Barbknecht, fest. Auch die hochschulübergreifenden sächsischen Netzwerke wie z.B. das Hochschuldidaktische Zentrum Sachsen, der Arbeitskreis E-Learning oder die Bildungsportal Sachsen GmbH bemühen sich, stetig mehr und bessere digitale Angebote zur Verfügung stellen zu können. Alle Lehrenden wurden aufgefordert, für den Vorlesungsstart Online-Angebote bereitzustellen, dem die Lehrenden äußerst engagiert nachkommen. Zudem bemühen sich die Hochschulen andere Präsenzveranstaltungen, wie z.B. Praktika oder Exkursionen, unter anderen Bedingungen stattfinden zu lassen oder zu ersetzen.

Sozialministerium und Verbraucherzentrale warnen vor Abzocke und Betrug in der Krise

„Aktuell mischen sich dubiose Online-Angebote und Fake-Shops unter seriöse Webseiten. Angeblich ausverkaufte Waren, vor allem Desinfektionsmittel oder Atemschutzmasken werden zu sehr hohen Preisen angeboten“, informiert Sachsens Sozialministerin Petra Köpping:

An der Tagesordnung sei laut Pressemitteilung des Sozialministeriums die sogenannte Telefonakquise. Dabei werden von unseriösen Geschäftemachern am Telefon beispielsweise Sparanlagen oder Kreditkarten angeboten, mit der vorgeschobenen Begründung, Bargeld werde schon bald entwertet. Telefonwerbung jedoch, der man nicht zugestimmt hat, muss nicht hingenommen werden. Dafür gelten strenge Regeln. Betroffenen wird empfohlen, die Nummer des werbenden Anrufers der Bundesnetzagentur zu melden. Diese kann entsprechende Rufnummern abschalten und gegen Betreiber empfindliche Bußgelder verhängen. Verbraucher, die am Telefon zum Abschluss eines Vertrags überredet wurden, können diesen in der Regel 14 Tage lang widerrufen. Ebenfalls unterwegs sind Phishing-Mails von vermeintlichen Kreditinstituten, in denen dubiose Kredite und Kreditkarten angeboten werden. Ziel unseriöser Anbieter ist es, an die Daten und das Geld der Mailempfänger zu kommen. Auch falsche Audio-Dateien bahnen sich zurzeit den Weg durch die sozialen Netzwerke und Messengerdienste. Bevor sie diese Mails öffnen, sollten sich Verbraucherinnen und Verbraucher fragen, ob sie eine entsprechende Information erwartet haben. Der Rat der Verbraucherzentral ist: „Öffnen Sie diese Mails und Audio-Dateien nicht, auch wenn die Quelle aus dem Familien- und Freundeskreis kommt oder sie sich offiziell anhören, z.B. angebliche Informationen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Klicken Sie nicht auf eingefügte Links oder Anhänge, antworten Sie dem Absender nicht.“ Seriöse Anbieter sind erkennbar an verschiedenen Merkmalen: Sie haben ein korrektes Impressum und die konkrete Möglichkeit, sie zu kontaktieren. Sie verlangen nicht nur oder vorrangig, dass mit Vorkasse bezahlt wird. Sie verschlüsseln die Informationen ihrer Nutzer, was an einem Vorhängeschloss-Symbol in der Adressleiste erkennbar ist. Außerdem könne es laut der Mitteilung helfen, die Erfahrungsberichte anderer Nutzer außerhalb der Webseite zu lesen, um die Seriosität des Anbieters zu beurteilen.